Mittwoch, 9. Juli 2014

Ein kleines Schenkli im Monat der Katastrophen

Hallo meine Lieben!
Wenn man glaubt, dass alles überstanden ist, nur weil man einen relativ normalen Monat erlebt hat, der irrt! Bei uns war der Juni ein ganz schlimmer Monat - und ist es immer noch!

Ja richtig, meine Lieben! Franzi musste wieder in´s Krankenhaus! Eine Woche habe ich ihm zugeschaut und dann einen Streit vom Zaum gebrochen - dies tut mir zwar immer noch leid, aber es war notwendig! - denn nur so ging er freiwillig in´s Krankenhaus. Der Aufenthalt dauerte 16 Tage. 16 sehr heiße Tage! Diese Tage hatten es in sich!
Besonders der Ort "Groißenbrunn". Ein kleines Nest hügelauf- oder hügelabwärts, je nachdem von wo man kommt, eine Radarbox, einige Häuser und man ist aus dem Ort schon wieder draußen!
Meine erste "außergewöhnliche Begegnung war die mit einem Reh und ihrem Kitzlein., welche die Straße überqueren wollten. Ich habe abgebremst, der nachfolgende Autofahrer auch, aber so ein Volltrottel musste natürlich noch überholen und das nur wenige Meter vor der Ortstafel. Mutter und Kind waren da "Gott sei Dank" schon wieder im Gebüsch verschwunden.... Puuhh.... Glück gehabt!
Nur zwei Tage später dann der nächste Vorfall! Kaum in den Ort eingefahren, sehe ich, dass am Auto, welches noch ein ganz schönes Stück vor mir fuhr ohne ersichtlichen Grund die Bremslichter aufleuchteten, kurz bevor es den Hügel hinaufging, aber ich konnte nicht erkennen, warum..... Ich schloss auf und schon kamen sie daher im wilden Galopp, 4 Pferde hatten sich selbstständig gemacht und liefen auf die Straße, dann ein Stück bergauf, bevor sie wieder auf eine Wiese abbogen.....
Oh Mann, was für eine Ortschaft!
Am Sonntag nahm ich dann meine Schwiegermutter mit in´s Krankenhaus, bedeutet für mich, dass ich zuerst nach Wien und dann in´s Krankenhaus fuhr...... Nach dem Besuch meinte meine Schwiemu, dass wir Essen gehen sollten. Ich musste ihr erklären, dass die Gasthäuser am Land alle nach dem Mittagsgeschäft sperren, also erst in Wien ein Gasthausbesuch möglich ist. Aber ich hatte etwas anderes mit ihr vor. Im besagten Groißenbrunn bog ich einfach ab, dann nochmals in einen Feldweg - da erst fragte meine Schwiemu, wohin fahren wir denn? Gegenfrage: Hast du die Hinweistafeln nicht gesehen? Nö, hat sie natürlich nicht! Sie schaut aber die ganze Zeit zum Fenster hinaus....Wir fuhren zum Marienbründl - meine Schwiemu steht auf solche Sachen - und ich wollte ihr eine Freude machen. Ich war ja auch noch nicht da, weshalb ich nicht wusste, was uns erwartet. War ein sehr gepflegter Ort der Ruhe. Die Wiese kurz geschnitten und als Parkplatz deklariert, ein netter Weg zum Brunnen angelegt. Ein wunderschöner Platz mit einem Teich und einigen Sitzgelegeheiten.  Da ich meine Schwiemu ja kenne, habe ich natürlich auch eine leere Mineralwasserflasche mitgehabt.... Sehr zur Freude meiner Schwiemu. Das hat mir einige Pluspunkte eingebracht - sie hat gestrahlt!



Freude pur!


Ja, auch wenn es noch so schwer fällt, Hände und Gesicht müssen benetzt werden...



























Aber ich habe die Sache noch getoppt! Mir fiel gerade noch rechtzeitig ein, dass es am Weg noch ein Heurigenlokal gibt, welches nur am Wochenende geöffnet hat und dessen Terrasse am Nachmittag im Schatten liegt. Allerdings wusste ich nicht, ab wann es geöffnet ist. Wir hatten Glück, saßen wunderbar im Schatten, hatten einen schönen Ausblick und das Essen stimmte auch....
Franzi grinste mich am nächsten Tag nur an, seine Ma hatte ihm bereits ganz begeistert von ihrem Überraschungsausflug erzählt...
Franzi hatte diesmal Glück, er hatte meistens ein Zimmer für sich alleine. Ich habe ihm ein Läppi  (eine Idee von Beate) mitgebracht, ihn mit den div. Kabeln versorgt und er saß dann meist am Tisch, wie in einem Büro..... so kann "Mann" sich wenigstens die Zeit vertreiben.....

An Basteln war in dieser Zeit nicht zu denken, war ich doch ziemlich geschlaucht, wenn ich nach Hause kam. Meist machte ich dann auch noch sofort die Runde, um in seinem Gewächshaus die Pflänzchen zu gießen. Nach wenigen Tagen stellte ich dann auch noch den Regner auf, denn die Wiese brauchte Feuchtigkeit. Ihr ahnt es wohl schon, ja? Eines Abends klingelte es gegen 21 Uhr und die Nachbarin stand draußen. Bei euch plätschert es im hinteren Gartenteil! Oh, Sch...! Ich auf in den Garten! Die Düse war vom Schlauch abgegangen, also wieder befestigt, aber es flutschte wieder herunter. Der Nachbar tauchte auch auf und half mir, den Absperrhahn zu suchen. Alles erledigt, er hat mir sogar die Düse wieder auf den Schlauch montiert, aber es plätscherte noch immer, diesmal in der Nähe des Hauses, aber dies war für mich leichter zu beheben, denn da gibt es einen Absperrhahn, den ich kenne. Bei Tageslicht arbeitet es sich dann doch etwas leichter...  Erst nach diesem Schrecken wurde mir bewusst, dass ich die Wasserpumpe nicht abgedreht habe........  - der Druck war da wohl zu groß. Nicht nur mein Körper war von der tägl. Hitze aufgeweicht, mein Gehirn wohl  auch.....
Meine einzige Freizeitbeschäftigung in diesen 2 Wochen - ich habe wieder über 100 Hexagons an meine Decke genäht. Zu mehr reichte es nicht...
In dieser Zeit musste auch die Wiese gemäht werden, also brachte ich auch noch meine persönliche Jungfernfahrt auf dem Rasenmäher hinter mich.....richtig, auch da konnte nicht alles klappen.... das blöde Gras wollte einfach nicht aus dem Grasfangkorb heraus... ich brachte den Korb einfach nicht auf! Ich konnte wohl das Gerät anheben, aber der Korb, der rührte sich nicht! "Sch...ding!" Dann eben nicht! Am nächsten Tag habe ich das ganze noch einmal versucht und siehe da, es klappte - zwar nicht beim ersten, allerdings wenigstens bei 2. Versuch....."Frau weiß sich schließlich zu helfen!"
Ich weiß nicht, ob Franzi da im Spital sehr gelitten hat, ich habe ihm schließlich alles erzählt. Er wirkte jedenfalls sehr gelassen.... (vielleicht hat er auch nur innerlich gegrinst, wer weiß das schon so genau - laut zu lachen hat er sich jedenfalls nicht getraut!)

Nach Franzis Heimkehr, wurde das Schwimmbecken in Betrieb genommen, was zur Folge hatte, dass wir eine neue Umwälzpumpe und eine neue Solaranlage besorgen mussten.

In dieser Zeit habe ich auch wieder gebastelt - mehr als eine süße Kleinigkeit ist allerdings nicht entstanden! Ich musste doch mein neues Spielzeug einweihen!
Bei meinen Mädels war ich auch noch und natürlich habe ich auch wieder beim Reiten zugesehen.....
Diesmal war Bianca auch als Fotografin (mit neuer Kamera) unterwegs und Beate saß am Pferd.....






















... und schon war´s wieder vorbei mit der Ruhe!

Anruf um knapp nach 5  Uhr morgens. Kommt in die Wohnung, bei euch rinnt das Wasser raus!!!!!  Die Feuerwehr ist schon verständigt! Man glaubt gar nicht, wie so eine Nachricht Wirkung zeigt. Sogar Franzi war da auf einmal hellwach! Also  rasch in die Klamotten, rein in´s Auto und ab nach Wien - und das am Montag in der Früh! Da hätte ich mir ein Panzerfahrzeug gewünscht...... Die Feuerwehr war schon vor Ort, die Wohnungstür war offen, Wasser abgedreht und Fenster geöffnet. Beim Nachbarn unter uns, wurde die Balkontüre und die Wohnungstüre geöffnet! Was war geschehen? Der Panzerschlauch hinter unserer Dampfdusche war geplatzt und heißes Wasser machte sich breit. Dampf in der ganzen Wohnung! Die Auswirkung ist der reine Wahnsinn. Ich habe dann sogleich die Teppiche in beiden Vorzimmern rausgerissen und auch den Laminatboden im sog. Kinderzimmer geöffnet....... Hier sah man die Einwirkung des Wassers am besten. Danach wischte ich auch noch die Wassertropfen von den Holzdecken in den verschiedenen Räumen.... Man kann sich so etwas nicht vorstellen. Das Wasser bahnte sich seinen Weg über die Wohnung und das Geschäftslokal unter uns, bis auf die Straße, genauso bei unserer Wohnungstüre raus, über die Stiege, über den Liftschacht bis in den Keller.
Wie lange ist das Wasser eigentlich geronnen? Wir wissen es nicht, denn wir haben die Wohnung Sonntag Nachmittag verlassen, die Wohnung unter uns ist nicht bewohnt und das Geschäftslokal wird auch nur als Lager benutzt.

5 Entfeuchter wurden aufgestellt und nach dem Besuch der Gutachterin wurden schicke Löcher in den Boden gebohrt. An den großen Löchern wurde ein gelber Schlauch angeschlossen und Luft wird jetzt hier eingeblasen und diese feuchte Luft kommt nun bei vielen kleineren Löchern wieder heraus, werden von den Entfeuchtern aufgenommen und das Wasser wird mittels Schlauchverbindung im Bad bzw. in der Küche entsorgt.
Sieht richtig schick aus...... und es ist vor allem sehr heiß und laut!





















Sieht doch richtig schick aus, oder? Gelbe Schläuche vor und hinter dem Sofa....

Gelbe Monster, die ordentlich laut sind und viele Kabel und Schläuche....





















Wenn hier alles trocken ist, müssen die meisten  Möbel  abgebaut - und vorher natürlich alle Sachen ausgeräumt - werden!
Mit diesen Bildern lasse ich nun meinen Bericht ausklingen!
Ich wünsche euch allen eine wunderschöne unbeschwerte Ferienzeit!
Angela

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen